Unsere Forschung

Effekte und Monitoring

Anthropogene und natürliche Schadstoffe resultieren oftmals  in adversen Effekten  auf verschiedenen Skalenebenen – vom Molekül bis hin zum Ökosystem.  Wir entwickeln Testverfahren, um akute und Mechanismus-spezifische Toxizität sowie chronische Schädigung  durch Chemikalien und verschiedene Umweltkompartimente (Wasser, Sediment, Boden) zu ermitteln. Diese können mit in vitro-Verfahren, ausgewählten Testspezies, Laborpopulationen und Gemeinschaften in Labor- und Freilandmodellökosystemen untersucht werden. Effektmonitoring und integrierte Untersuchungsansätze stellen ebenfalls einen Schwerpunkt dar. Die beobachteten Effekte dienen der Extrapolation von Risiken für die Umwelt.

Modellierung und Simulation

Modellierung und Simulation spielen eine wichtige Rolle im Bemühen struktureller Erforschung ökologischer Systeme. In der Umweltrisikoanalyse werden verschiedene Arten von Techniken zur Modellierung räumlicher und zeitlicher Dynamiken eingesetzt. Simulationsmodelle sind in der Lage konzentrationsabhängige Effekte und deren Ausmaß auf Einzelindividuen, Populationen und Lebensgemeinschaften abzubilden und vorherzusagen. In der individuenbasierten Simulation nutzen wir prozessbasierte Modelle zum Lebenslauf von Einzelorganismen, in statistischen Modellierungsansätze entwickeln wir die Modellstrukturen datenbasiert auf induktivem Weg.

Verbleib und Sanierung

Die Exposition von Organismen mit umweltrelevanten Chemikalien wird neben den Eigenschaften der Umweltmatrix maßgeblich durch die stofflichen Parameter der Substanzen bestimmt. Dazu untersuchen wir Umwandlungsprozesse, Bioverfügbarkeit, Bindung und Bildung nicht-extrahierbarer Rückstände  solcher Chemikalien in Böden, Wasser-Sediment und Pflanzen. Zusätzlich wenden wir diese Kenntnisse zur Dekontamination, z.B. durch Phytoremediation, belasteter Ökosysteme an.