Masterstudiengang Ökotoxikologie

Zum Wintersemester 2010/2011 wurde an der RWTH Aachen mit einer Anschubfinanzierung des Fonds der Chemischen Industrie einer von bundesweit zwei Masterstudiengängen Ökotoxikologie eingerichtet. Ein derartiger Studiengang existiert im deutschsprachigen Bereich bisher nicht, obwohl nach der sogenannten Berliner Erklärung laut dem Umweltbundesamt und dem Verband der Chemischen Industrie eine starke Nachfrage nach gut ausgebildeten Ökotoxikologen/innen besteht.

Der Masterstudiengang Ökotoxikologie soll Kandidatinnen und Kandidaten vertiefte Kenntnisse, Fähigkeiten und Methoden im Fachgebiet Ökotoxikologie vermitteln und zu wissenschaftlicher Qualifikation und Selbständigkeit auf diesem Fachgebiet führen. Der Studiengang umfasst insgesamt vier Semester, wobei das 4. Semester für die Anfertigung der Master-Arbeit vorgesehen ist. Im Studiengang sind neben den Dozenten der RWTH Aachen auch zahlreiche auswärtige Dozenten aus Industrie, Behörden (v.a. Umweltbundesamt) und Universitäten eingebunden.

Das Studium unfasst 6 Pflichtmodule und 2 Wahlpflichmodule (jeweils 9 ECTS Punkte), die von den unten aufgeführten Fächern ausgewählt werden können und in den ersten drei Semestern zu absolvieren sind. Jedes Pflicht- und Wahlpflichtmodul wird mit einer Prüfung abgeschlossen.

 

Pflichtmodule des Studiengangs:

  • Ökologie terrestrischer oder limnischer Systeme
  • Umweltanalytik oder Umweltchemie von Schadstoffen
  • Konzepte der Ökotoxikologie
  • Praktische Methoden in der Ökotoxikologie
  • Regulatorische Ökotoxikologie
  • Statistische und mechanistische Modellierung in der Ökotoxikologie oder Modellierung des Verhaltens und der Ausbreitung von chemischen Stoffen in Organismen und Umwelt oder Statistik in der Ökotoxikologie

 

Wahlpflichmodule:

  • Ökologie terrestrischer Systeme
  • Ökologie limnischer Systeme
  • Umweltanalytik von Schadstoffen
  • Umweltchemie von Schadstoffen
  • Statistische und mechanistische Modellierung in der Ökotoxikologie
  • Modellierung des Verhaltens und der Ausbreitung von chemischen Stoffen in Organismen und Umwelt
  • Statistik in der Ökotoxikologie
  • Bodenökologie 1 oder 2
  • Toxikologie
  • Siedlungswasserwirtschaft und Wasserbau
  • Angewandte Geographie
  • Mikroorganismen 1 oder 2
  • Phytopathologie
  • Klimatologie und Hydrologie

 

Neben den Aufbaumodulen sind in den ersten drei Semestern eigenständige Studien im Umfang von 18 ECTS Punkten vorgesehen, die berufsqualifizierend sein sollen und das individuelle Ausbildungsprofil sinnvoll ergänzen. Diese Studien können auch nicht-fachspezifisch sein. Hier ist beispielsweise an Praktika in Industrie oder Behörden und berufsvorbereitende Forschungspraktika gedacht. Die Studierenden des M.Sc. Ökotoxikologie sind durch Vermittlung ökochemischer, ökotoxikologischer und ökologischer Zusammenhänge bestens darauf vorbereitet, grundlagen- und anwendungsorientierte wissenschaftliche Arbeiten zum Thema Umweltrisikoanalysen in Universitäten und Forschungsinstituten, Behörden sowie der Industrie durchzuführen.

 

  • Die Prüfungsordnung des Studiengangs finden Sie hier.
  • Einen Laufzettel für die Zusatzqualifikationen nach Wahl finden Sie hier.