Tox-Box – Gefährdungsbasiertes Risikomanagement für anthropogene Spurenstoffe zur Sicherung der Trinkwasserversorgung (ESA)

Teilprojekt 12: Nachweis endokriner Wirkungen: Veränderungen der Steroidsynthese und Reproduktionstoxizität

Projektlaufzeit: 2011 - 2014

Koordination

  • Dr. Tamara Grummt (UBA)

Leitung (Teilprojekt)

Bearbeitung (Teilprojekt)

Auftraggeber

  • Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Fördermaßnahme „Risikomanagement von neuen Schadstoffen und Krankheitserregern im Wasserkreislauf (RiSKWa)“.

Projektpartner

  • RheinEnergie AG, Köln
  • Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ), Leipzig. Departments Wirkungsorientierte Analyse & Bioanalytische Ökotoxikologie
  • Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin (DLR), Köln. Abteilung Strahlenbiologie
  • Hydrotox Labor für Ökotoxikologie und Gewässerschutz GmbH, Freiburg
  • Deutsches Institut für Ernährungsforschung (DifE), Potsdam-Rehbrücke
  • Umweltbundesamt (UBA), Bad Elster
  • Universität Heidelberg, Aquatische Toxikologie und Ökologie
  • Incos Boté GmbH/AMMUG, Nieder-Olm

 

Hintergrund

Innerhalb der Fördermaßnahme RiSKWa untersucht das Projekt Tox-Box im Modul „Endokrine Wirkungen“ in mehreren Teilschritten die endokrine Wirksamkeit von nativen und aufkonzentrierten Proben, Einzelsubstanzen und fraktionierten Proben aus einer Effekt-dirigierten Analyse (EDA).

  • In Stufe 1 werden die Proben in einem Screening mit den Testsystemen ER/AR-Calux®, H295R-Assay und Reproduktionstest mit Potamopyrgus antipodarum auf ihre endokrine Wirksamkeit untersucht. Weiterhin werden die bestehenden Testprotokolle optimiert bzw. auf deren generelle Eignung für die Untersuchung von Trinkwasser überprüft.
  • In Stufe 2 werden die erhobenen Daten zur Aufklärung der Wirkmechanismen ausgewählter Einzelsubstanzen verwendet.
  • In Stufe 3 werden Proben aus einer Effekt-dirigierten Analyse (EDA) zur Identifizierung bisher nicht erfasster Spurenstoffe untersucht.

Ziel des gesamten Projektes ist ein standardisierter Leitfaden im Sinne des Vorsorgeprinzips, der eine harmonisierte und hierarchische Handlungsstrategie bei einer möglichen Kontamination vorschlägt und Lücken im bestehenden GOW-Konzept (Gesundheitlicher Orientierungswert) schließt.