Markus Brinkmann erhielt den mit 1000 Euro dotierten SETAC GLB Nachwuchsförderpreis für seine Masterarbeit "Uptake and effects of particle-bound polycyclic aromatic hydrocarbons (PAH) from sediment suspensions in rainbow trout (Oncorhynchus mykiss, Walbaum)".
Der erste Absolvent des Masterstudienganges „Ökotoxikologie“ an der RWTH Aachen untersuchte Aufnahme und Effekte von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAH) in Regenbogenforellen nach Kontakt mit aufgewirbelten Flusssedimenten, wie dies z.B. bei Hochwasser vorkommt. Er beschrieb nach Untersuchung der belasteten Fische v.a. gentoxische Effekte mit einer hohen Relevanz für Gesundheit und Laicherqualität heimischer Fischbestände.
Verwendet wurde für die Untersuchungen ein moderat belastetes Rheinsediment (geholt bei Ehrenbreitstein), einerseits unverändert, andererseits zusätzlich versetzt mit einer PAH-Mischung. Die Fische wurden den Sedimentpartikeln einmal bei 12 °C ausgesetzt – das ist die optimale Wassertemperatur für Regenbogenforellen – ein anderes Mal bei 24 °C und damit einem deutlichen Temperaturstress. Markus Brinkmann konnte eine zeitliche Abfolge von verschiedenen Biomarkern in Reaktion auf die Belastung aufzeigen. Neben oxidativem Stress (mittels sog. Lipidperoxidation) ermittelte er eine erhöhte Mikrokernrate in roten Blutkörperchen als Maß für Gentoxizität.
In seiner Doktorarbeit beschäftigt sich der Nachwuchswissenschaftler weiterhin mit sedimentgebundenen Schadstoffen und ihren Effekten auf Fische. Im besonderen Fokus stehen hier dioxinähnliche Substanzen wie PCB. Markus Brinkmann möchte kritische Belastungsgrenzen definieren, oberhalb welcher Effekte in Fischen zu erwarten sind.
Mit dem Preisgeld bildet sich Herr Brinkmann fischereibiologisch weiter: Einerseits macht er einen Elektrobefischungsschein, andererseits Lehrgänge zum Thema Fischwirtschaft und Aquakultur.